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Leben und Werk

Albrecht von Haller 1708–1777

Wer sich heute zuverlässig über Haller informieren will, muss eine grosse Zahl umfangreicher Spezialstudien wälzen. Das Buch über sein Leben und Werk will Haller einem breiteren Publikum als eine facettenreiche Persönlichkeit bekannt machen, die beispielhafte Einblicke in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik seiner Zeit gewährt und das 18. Jahrhundert vor den Augen der Leserinnen und Leser aufscheinen lässt. 22 nahmhafte Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland berichten in 21 Beiträgen über Hallers Leben, Werk und Wirkung.

Das reich bebilderte, flüssig und allgemein verständlich geschriebene Buch richtet sich an historisch interessierte Laien und an Fachleute, die sich über ihr eigenes Arbeitsgebiet hinaus über Haller und seine Zeit informieren wollen. Das Buch erscheint in der Reihe «Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern» und wird auch als eigenständiger Band vom Verlag Wallstein (Göttingen) vertrieben.

Buchpräsentation: Montag, 15. September 2008, 18 Uhr

Vortragsaal der Zentralbibliothek, Münstergasse 63, Bern

Albrecht von Haller: Leben – Werk – Epoche. Hrsg. von Hubert Steinke, Urs Boschung und Wolfgang Proβ. Göttingen: Wallstein, 2008. 544 Seiten mit 78 Abbildungen. CHF 49. –; EUR 29.–

Inhalt

Urs Boschung: Lebenslauf
François de Capitani: Hallers Bern
Ulrich Hunger: Die Universitätsstadt Göttingen
Eric Achermann: Dichtung
Claudia Profos: Literaturkritik
Florian Gelzer, Béla Kapossy: Roman, Staat und Gesellschaft
Cornelia Rémi: Religion und Theologie
Hubert Steinke: Anatomie und Physiologie
Maria Teresa Monti: Embryologie
Urs Boschung: Medizin
Jean-Marc Drouin, Luc Lienhard: Botanik
Otto Sonntag, Hubert Steinke: Der Forscher und Gelehrte
Martin Stuber, Regula Wyss: Der Berner Magistrat und ökonomische Patriot
Hubert Steinke, Martin Stuber: Haller und die Gelehrtenrepublik
Wolfgang Proß: Haller und die Aufklärung
François Duchesneau, Karl S. Guthke, Renato Mazzolini, Richard Toellner: Blicke auf Haller
Marie-Therese Bätschmann: Ikonographie
Barbara Braun-Bucher: Bibliothek und Nachlass

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250 Jahre OGG

Kartoffeln, Klee und kluge Köpfe

Die 1759 gegründete Oekonomische und Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Bern OGG, die Albrecht von Haller mehrere Jahre präsidierte, feiert 2009 ihr Jubiläum. Aus der 250jährigen Geschichte der OGG werden 50 besonders aktive Persönlichkeiten porträtiert und in ihrem Engagement vorgestellt. Das Spektrum reicht von Haller als Pionier der Viehseuchenpolizei bis zu Jakob Gurtner, einem wichtigen Vertreter der Dienstbotenbewegung des 20. Jahrhunderts. Jede dieser leserfreundlichen Miniaturen wird ergänzt mit einer Kurzbiographie und zahlreichen Abbildungen aus der Zeit.

Kartoffeln, Klee und kluge Köpfe.
250 Jahre Oekonomische und Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Bern OGG – Persönlichkeiten und ihre Projekte.
Hrsg. von Martin Stuber, Peter Moser, Gerrendina Gerber-Visser,  Christian Pfister.
Haupt Verlag, Bern 2009; CHF 48.–

 

Berns goldene Zeit

Das 18. Jahrhundert neu entdeckt

Zur Eröffnung der Ausstellung «heller Haller» im Historischen Museum Bern am 14. Oktober 2008 erscheint der vierte Band der Reihe «Berner Zeiten». Er trägt den Titel «Berns goldene Zeit. Das 18. Jahrhundert neu entdeckt» und greift damit ein vielzitiertes Urteil europäischer Intellektueller auf, die im ausgehenden Ancien Régime die Republik Bern im zwischenstaatlichen Vergleich als ein vorbildliches Gemeinwesen in Europa schilderten.

Das reich illustrierte Buch versucht, das ganze Panoptikum der Zeit Albrecht von Hallers vor Augen zu führen. Es will die bernische Geschichte im 18. und frühen 19. Jahrhundert als eine Epoche vorstellen, in der sich in zahlreichen Bereichen des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Lebens ein spannungsvolles Miteinander und Gegeneinander von Statik und Beharrung einerseits und von Dynamik und Aufbruch andererseits eingestellt hat. Im späten Ancien Régime sind entscheidende Grundlagen des Aufbruchs in die Moderne gelegt worden, die in starken Kontinuitätslinien über die Revolutionsära hinaus in das 19. Jahrhundert gewirkt und dort ihre volle Gestaltungskraft entfaltet haben.

Berns goldene Zeit. Das 18. Jahrhundert neu entdeckt.
Hrsg. von André Holenstein, in Verbindung mit Daniel Schläppi, Dieter Schnell, Hubert Steinke, Martin Stuber, Andreas Würgler;
Redaktion: Charlotte Gutscher.
Stämpfli Publikationen AG, Bern 2008; CHF 99.–/Euro 64.60 (Subskriptionspreis CHF 88.–/Euro 57.40;
Sonderpreis für Mitglieder des Historischen Vereins des Kantons Bern und des Fördervereins Historisches Museum Bern: CHF 40.–).

 

Der Vielseitige

Themenheft

Die Schweizerische Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts SGEAJ widmet Albrecht von Haller ein Themenheft. Vorgesehen sind unter anderem folgende Beiträge:

Barbara Mahlmann-Bauer: Albrecht von Haller, Satiriker auf den Spuren Voltaires und Swifts
Florian Gelzer: Abstrakte Maximen oder kritischer Dialog? Haller und Wieland über die Prinzenerziehung
Aurélie Luther: Les récits de voyage d’Albrecht von Haller
Nathalie Vuillemin: L’écriture encyclopédique de Haller
Alain Cernuschi: Le corpus des articles encyclopédiques de Haller: établissement définitif et histoire de la rédaction
Tobias Pfeifer: Albrecht von Haller und das Sinnliche der Bilder
Thomas Freivogel: «auf einem hohen Felsen […] und den Alpen in der Ferne». Hirschfelds Haller-Denkmal
Nicola Schneider: Albrecht von Haller und die Vertonungen seiner Dichtungen im 18. Jahrhundert
Anett Lütteken: Kommentar zu den Abbildungen

Hrsg. von Jean-Daniel Candaux, Alain Cernuschi, Anett Lütteken, Jesko Reiling. Pro Saeculo XVIII. Societas Helvetica. 2008. Weitere Informationen unter www.sgeaj.ch

 

Edition

Französischsprachige Edition der Reiseberichte Albrecht von Hallers:

Albrecht von Haller: Premier Voyage dans les Alpes et autres textes, 1728–1732, édition établie, annotée et présentée par Aurélie Luther sous la direction de Claire Jaquier, avec la collaboration de Laure Chappuis Sandoz et Luc Lienhard. Editions Slatkine, Genève 2008.

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«UniPress»-Ausgabe zu Haller

«UniPress», das Wissenschaftsmagazin der Universität Bern, richtet sich an eine breitere Öffentlichkeit. Die zehn Kurzbeiträge sind entsprechend der Vielfalt von Hallers Tätigkeit von Spezialistinnen und Spezialisten aus unterschiedlichen Instituten der Universität Bern, der Burgerbibliothek Bern und des Historischen Museums Bern verfasst.

Barbara Braun-Bucher: Tausendsassa in allen Gassen
Hubert Steinke: Der Universal-Gelehrte und Spezial-Forscher
Martin Stuber: «Ein Waizenhalm schöner als die Blume Mogori»
Urs Boschung: Der Arzt, der in die Forschung drängte
Barbara Mahlmann-Bauer & Anett Lütteken: Hallers Gedichte: Verankert im Gefühl – der Aufklärung verpflichtet
Luc Lienhard: Hallers (G)Arten
André Holenstein: Das Leiden des Gelehrten an der Demokratie
Simone de Angelis: Haller im Spannungsfeld von Naturwissenschaft und Glaube
Regula Wyss: Berühmter Mediziner im abgelegenen Bergwerk
Franziska Rogger: Haller hallt aus allen Hallen

Einzelne Nummern können in der Burgerbibliothek Bern, im Shop des Historischen Museums Bern, im Staatsarchiv Bern und im Schweizerischen Alpinen Museum Bern bezogen werden (CHF 2.–, solange Vorrat).

Online einsehbar unter: www.kommunikation.unibe.ch/publikationen/unipress.html